Pharmakologie

 

Die Begriffe Pharmakogenetik, Pharmakodynamik und Pharmakokinetik klingen sehr ähnlich wie Pharmakologie. Sie alle sind Teilgebiete der Pharmakologie, bezeichnen jedoch sehr unterschiedliche Sachverhalte.


Pharmakologie

Schon seit jeher probieren Menschen, Erkrankungen mit Arzneimitteln zu bekämpfen. Die Heilkraft von Pflanzen und Mineralien war bereits im Altertum bekannt.

Pharmakologie ist der Oberbegriff für die gesamte Arzneimittellehre, bei der die Wechselwirkungen zwischen dem Organismus und Medikamenten untersucht werden.

 

Pharmakogenetik

= Einfluss genetischer Merkmale auf die Wirkung von Arzneimitteln

Die Pharmakogenetik ist ein Teilgebiet der Pharmakologie und ist bemüht, Ursachen für die individuell unterschiedliche Reaktion des Körpers auf Medikamente zu finden. Nicht nur Alter, Körpergewicht, Leber- oder Nierenfunktion, sondern auch unterschiedliche Enzym-Ausstattung und –Aktivität bzw. ethnische Eigenarten haben Auswirkung auf die therapeutische Wirkung von Arzneimitteln. Das Gleiche gilt für das Auftreten von Nebenwirkungen.

Mithilfe der Pharmakogenetik können solche Veränderungen erkannt und eine angemessene, an den einzelnen Patienten angepasste, Therapie ermöglicht werden.

Die Pharmakogenetik fokussiert sich auf einzelne Gene, während die Pharmakogenomik das Zusammenspiel von mehreren Genen (wo sinnvoll) untersucht.

Dabei werden genetische Marker (Gen-Variationen) bestimmt, die Aufschluss darüber geben, ob ein Medikament für einen bestimmten Patienten geeignet ist und wenn ja, in welcher Dosierung.

Das Ziel der „personalisierten bzw. individualisierten Medizin“ ist es, ein für das genetische Profil eines Patienten maßgeschneidertes Medikament in der bereits im Vorhinein bestimmten wirksamen Dosierung zu entwickeln.

 

Pharmakodynamik

= Wirkung des Arzneimittels auf den Körper

Die Pharmakodynamik ist ein Teilgebiet der Pharmakologie und beschäftigt sich mit der Wirkung von Arzneistoffen im Organismus. Die Pharmakodynamik analysiert somit die biologischen und physiologischen Effekte eines Arzneimittels und betrachtet dabei das Wirkprofil, die Wirkungsmechanismen, die Dosis-Wirkungs-Beziehung und etwaige Nebenwirkungen.

Medikamente werden verabreicht, um krankhafte Regelkreise im Körper positiv zu beeinflussen und helfen, den Patienten gesund zu machen. Dabei kann es auch zu Nebenwirkungen kommen. Kennt man das pharmakogenetische Profil des Patienten sind solche Nebenwirkungen vermeidbar (manche leiten sich von der Wirkung des Arzneimittels ab und sind deshalb nicht leider vermeidbar).

 

Pharmakokinetik

= Wirkung des Körpers auf das Arzneimittel

Die Pharmakokinetik ist ein weiterer Teilbereich der Pharmakologie. Sie beschreibt den Einfluss des Organismus auf die Arzneistoffe. Im Wesentlichen wird die Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung von Wirkstoffen im menschlichen Körper analysiert.

Diese Vorgänge werden in vier Phasen gegliedert: die Resorption (Aufnahme in die Blutbahn/Zelle), die Distribution (Verteilung), der Metabolismus (Stoffwechsel) und die Elimination (Ausscheidung).